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Umweltschutz

News und Infos zum Thema Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Klimawandel und Fridays for Future!

Aktuelle Infos und News

  • Yahoo Style Deutschland

    "Earthshot": Prinz William ruft großen Umweltpreis ins Leben

    Der Umweltschutz gehörte schon immer zu den Themen, die den britischen Royals besonders am Herzen lagen. Über die nächsten zehn Jahre hinweg sollen ab 2021 jährlich fünf Preise für die besten Lösungen für die größten Umweltprobleme vergeben werden.

  • AFP

    Bienenschädliche Pestizide in Frankreich vor der Wiederzulassung

    Bienenschädliche Pestizide stehen in Frankreich vor einer begrenzten Wiederzulassung. Die Pariser Nationalversammlung stimmte in der Nacht zu Mittwoch für eine Gesetzesänderung, die den Einsatz sogenannter Neonikotinoide durch Zuckerrübenbauern erlaubt. Die Produzenten klagen über starken Schädlingsbefall, der ihre Ernten mindert. Greenpeace und Bienenzüchter äußerten sich enttäuscht und sprachen von einem "Rückschritt" beim Umweltschutz.

  • AFP

    Gewinner der diesjährigen Alternativen Nobelpreise werden verkündet

    In Stockholm werden am Mittwoch (9.00 Uhr) die Preisträger des diesjährigen Right Livelihood Awards verkündet, der auch als Alternativer Nobelpreis gilt. Er würdigt den Einsatz für Menschenrechte, Pressefreiheit, bürgerliche Freiheiten und Umweltschutz. Zum 40-jährigen Bestehen des Preises im vergangenen Jahr war unter anderen die Klimaaktivistin Greta Thunberg ausgezeichnet worden. Zudem erhielten Vertreter der indigenen Völker in Brasilien, eine Frauenrechtsanwältin aus China sowie eine Menschenrechtsaktivistin aus der Westsahara den Alternativen Nobelpreis.

  • Refinery 29

    TikTok vs. Klimawandel: Wie die Gen Z um unsere Erde kämpft

    TikTok bietet all denen eine virtuelle Bühne, die sich eine wünschen – und manchmal ist diese Bühne auch ein Catwalk. Ohne TikTok wären viele der viralsten Mode- und Beauty-Trends des Jahres, vom Comeback des Roller-Girl-Styles bis hin zu abrasierten Augenbrauen, vermutlich gar nicht erst bei uns angekommen. Momentan ist das Gen-Z-getriebene Fashion-TikTok allerdings im Nachhaltigkeitsfieber, und Secondhand-Gurus oder Mode-Umweltaktivist*innen haben plötzlich ein größeres Publikum als je zuvor. Je nachdem, was der Algorithmus für dich auswählt, erfährst du in einem Scroll-Durchgang also womöglich, wie du ein altes Bettlaken in ein Prärie-Kleid verwandelst, und landest direkt danach in einem anderen Video zur durch die Jeans-Produktion verursachten Wasserknappheit. Dank der knackigen kurzen Videos und eines entdeckungsfreudigen Algorithmus, der User*innen im Nu von null auf eine Million Follower katapultieren kann, ist TikTok die App der Generation Z geworden – und hat für viele die traditionellen Nachrichtenmedien abgelöst. Vor allem der Klimawandel ist in der App ein großes Thema, mit dem sich User*innen zwar ernst, aber doch kreativ auseinandersetzen. So wird auf TikTok das Upcycling alter Klamotten zu neuen Kreationen zum unterhaltsamen Bastelprojekt und das Klamotten-DIY genauso glamourös wie ein Shopping-Haul bei Zara (und mindestens genauso fotogen!). Aber abgesehen von dieser Nachhaltigkeits-Inspiration hat die App noch etwas anderes Besonderes zu bieten: Bildung – nahbar, individuell und kreativ.„TikTok fühlt sich für mich sehr echt an“, meint Megan McSherry, die 23-jährige Gründerin von AcTEEvism, einem Blog über nachhaltige Mode und bewussten Konsum. „Der persönliche Touch bringt die informativen Seiten – vor allem zu Nachhaltigkeit – einfach besser rüber.“ Vor TikTok, erzählt sie, war es für sie sehr schwer, Informationen zu Nachhaltigkeit zu finden, mit denen sie etwas anfangen konnte. Stattdessen stieß sie auf Instagram und YouTube auf die Videos von „Expert*innen“, die schon längst den perfekten, veganen Zero-Waste-Lifestyle inklusive Gewächshaus und Jumpsuits aus hunderprozentiger Baumwolle führten. Und das war McSherry einfach ein bisschen viel auf einmal.„Den Begriff ‚Perfection Paralysis‘ hört man in der Nachhaltigkeits-Community immer wieder“, erzählt sie Refinery29. Laut McSherry kommt es zu eben dieser Perfektionslähmung, wenn du feststellst, dass du nicht dieser perfekten Bilderbuchversion von Nachhaltigkeit entsprechen kannst – und demnach früher oder später auch aufgibst, es zu versuchen. „Irgendwann fragst du dich einfach nur noch: Mache ich einen Unterschied? Bin ich überhaupt gut genug? Doch wir sind auf jeden Einzelnen angewiesen! Mach einfach das, was du kannst – und setze so die Regierungen und Firmen unter Druck, die dann zu großen Veränderungen beitragen können“, erklärt sie. „Dafür brauchst du keine Zero-Waste-Küche.“ Für McSherry war TikTok einfach eine willkommene Abwechslung. „Die jungen User*innen durchschauen diese ganze bemühte Nachhaltigkeits-Ästhetik großer Marken. Sie haben begriffen, wer wirklich zum Klimawandel beiträgt – nämlich Regierungen und Unternehmen“, sagt sie. „Es geht mehr um eine Revolution, um groß angelegte Aktionen, als darum um die grüne, natürlich-aussehende Hose, die du dich entschieden hast zu tragen.“McSherry hat einen Master of Science in globalem Versorgungskettenmanagement von der University of Southern California. Sie ist seit ungefähr einem Jahr bei TikTok angemeldet, postete ihre ersten eigenen Videos aber erst während des Lockdowns in den USA. Heute erreichen ihre Videos – wie das zur beängstigenden Hitze in Kalifornien – bis zu 280.000 Views. Sie hat inzwischen über 55.000 Follower*innen, die sich von ihr vor allem eines erhoffen: Informationen. Dazu spricht McSherry in ihren Videos über die Propagandamethoden diverser Firmen, über das Versagen ihrer Regierung in Sachen Umweltschutz, aber auch über nachhaltige Mode und Kompostierung. Und damit ist sie nicht allein: Es scheint, als würde Gen Z ihren Kampf gegen den Klimawandel vor allem auf dieser Plattform ausfechten. Die ClimateChange-Seite hat über 356 Millionen Views, ClimateCrisis bringt es auf 10 Millionen. Insgesamt hat TikTok weltweit 800 Millionen User*innen, von denen 60 Prozent der Generation Z angehören, also nach 2000 geboren wurden. Und viele von ihnen erstellen (und lernen von) Content – wie auch McSherry.> @acteevism> > everybody makes mistakes!!! 🤷‍♀️🌍🧚‍♀️🥰 oil climatecrisis climatechange> > ♬ EverybodyMakesMistakes – jasonwolbertLaut ihr kommt es ganz darauf an, wem du folgst, um an die richtigen Informationen zu gelangen. McSherry selbst folgt beispielsweise einer Vielzahl verschiedener Menschen mit breit gefächertem Expert*innenwissen zu unterschiedlichen Themen – von Politik bis hin zum Low-Waste-Lifestyle. „Vielleicht entdeckst du dabei ein neues veganes Rezept oder erfährst, was ein großes Unternehmen in der Vergangenheit verbrochen hat.“ McSherry ist sich sicher: TikToks kurzweilige Videos sind eine interessante Form von Umweltbildung und -engagement in einem.Das 60-Sekunden-Limit für Videos ist ein großer Pluspunkt für all diejenigen, die in Sachen Klimawandel auf kurze, knackige Fakten stehen, vermutet McSherry. Dabei verzichten die Content Creators auf Fachsprache und all die optischen Schnörkel, die man so oft auf Instagram sieht. Stattdessen geht es nur um nötige Informationen und Fakten, die den Zuschauer*innen das Thema direkt so nah bringen, wie es nur geht. So zählte die TikTok-Userin @feminaziii in weniger als einer Minute zehn verschiedene Katastrophen auf, die gerade rund um den Globus verteilt passieren; dazu zählten unter anderem die humanitäre Krise im Yemen und das Temperatur-Rekordhoch der Arktis. Zwar nannte sie in ihrem Video keine Quellen – doch das schien ihre 120.000 Follower nicht zu stören. Sie vertrauen ihr. Und da liegt, so McSherry, der Unterschied; denn traditionellen Nachrichtenkanälen bringen Gen Zs eben nicht dasselbe Vertrauen entgegen. „Wie sollen wir den Medien denn auch vertrauen? Sie glauben schließlich die Geschichten der Konzerne, die uns mit der Erfindung des Begriffs ‚CO2-Fußabdruck‘ ein schlechtes Gewissen wegen unserer Konsumgewohnheiten einreden wollen“, meint sie. „Selbst wenn ihre Nachrichten faktisch korrekt sind, hören wir sie doch viel lieber auf einem Social-Media-Kanal wie TikTok, wo uns diese Verzerrungen eher auffallen. Dann können wir bewusst weghören – oder es im Falle wahrer Fakten eben ernst nehmen.“Jeden Tag gewinnt TikTok neue User*innen hinzu. Viele von ihnen werden die App verwenden, um sich und ihre Follower*innen über Probleme unserer Welt zu informieren. Und da ist alles dabei: vom Einfluss der Modebranche auf die Umwelt, über Politik, über Reformen zugunsten sozialer Gerechtigkeit bis hin zu psychischer Gesundheit und mehr. Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich auch TikTok selbst einschaltete. Zu Beginn der Pandemie rief TikTok den Creative Learning Fund ins Leben, der 50 Millionen Dollar in Stipendien an über 800 junge Pädagog*innen verteilte. Darunter waren Lehrer*innen, Bildungsexpert*innen und Personen des öffentlichen Lebens. Sie wurden zuerst von TikTok beurteilt und dann gebeten, die App als Tool zu verwenden, um User*innen unter anderem in Bereichen wie Sexualkunde, Pflanzenheilkunde und DIY-Mode zu bilden.Der Creative Learning Fund wurde als eine Form der Corona-Krisenhilfe dargestellt und sollte jungen Menschen die Bildungsmöglichkeiten bieten, auf die sie aufgrund des Lockdowns während dieser Zeit hatten verzichten müssen – wie den Schulbesuch und außerschulische Aktivitäten. In vielerlei Hinsicht war diese Hilfsaktion aber vor allem eine Chance für TikTok, zu beweisen, dass diese App längst über nett anzusehende Tanzvideos hinausgeht. „Lernen auf TikTok funktioniert eben deswegen so gut, weil dort informative Tipps und Lektionen in einem kreativen Format verpackt werden. Den User*innen wird etwas Nützliches beigebracht, während sie gleichzeitig dazu inspiriert werden, sich mehr dieser fesselnden, unterhaltsamen Informationen zu suchen“, erklärt Bryan Thoensen. Er ist TikToks Head of Content Partnerships. Sein Team arbeitete mit allen Stipendiaten eng zusammen, um die Wahrung der Community Guidelines und Best-Practice-Methoden zu garantieren.Eine Stipendiatin des Creative Learning Fund ist Lily Fulop. Die 24-Jährige ist Designerin bei Refinery29 und die Autorin von Wear, Repair, Repurpose: A Maker’s Guide to Mending and Upcycling Clothes. Auf ihrer TikTok-Seite Mindful Mending zeigt Fulop ihren Follower*innen, wie sie weniger kaufen und ihre Abfälle verringern können, indem sie einfach Zeit und Mühe in DIY-Projekte investieren. Nachdem sie das in den TikTok-Videos anderer Leute gesehen hat, näht sie inzwischen auch ihre eigenen Klamotten – „ganz traditionell, nicht so zusammengestückelt wie beim Upcycling“, meint sie. Und wie auch McSherry ist Fulop der Meinung, dass die Verantwortung des Umwelteinflusses der Modebranche nicht auf den Schultern einzelner Kosument*innen lasten sollte. Daher nutzt sie ihren TikTok-Account, um die Unternehmen anzuprangern, die diese Verantwortung tragen sollten. Zu Beginn des Monats postete Fulop einen Clip, in dem sie auf die enormen Umwelteinflüsse der Jeansproduktion einging. (Laut einer Studie von Levi Strauss & Co. verbraucht eine Levi’s-Jeans über ihr ganzes ‚Leben’ hinweg über 3.700 Liter Wasser.) In einem anderen Video beleuchtete sie, wie Fast-Fashion- und auch Luxus-Labels ihre umgetauschten oder unverkauften Produkte zerstören.Das Nähen und Flicken von Kleidung spielt auch im sogenannten Cottagecore-Trend eine große Rolle. Der Name kommt vom englischen Begriff für ein kleines Landhaus (cottage), und dementsprechend geht es dabei um die Rückkehr zu einem traditionelleren, simpleren Lebensstil mit Natur-Fokus und Handarbeit. „Wenn du es liebst, in einem Rüschenkleid im Gras zu sitzen, zu backen und Blumen zu pflücken, würde ich sagen, bist du hier richtig“, meint die 18-jährige Jade Dobson, die in sozialen Netzwerken als @softgrlfrnd unterwegs ist. Die beliebte Cottagecore-Ästhetik hat auf TikTok über vier Milliarden Views. Taylor Swift ist nur einer der großen Fans der Tausenden Videos, von denen viele satte grüne Felder zeigen – Felder, die ohne große Veränderungen wohl bald nicht mehr so grün aussehen werden.„Nachhaltigkeit und DIY-Projekte sind Kernbestandteil der Ästhetik“, sagt Dobson und erklärt die klassischen drei Kategorien von Cottagecore-Fashion: Secondhand-, DIY-Klamotten sowie Kleidung kleiner Brands. Vor allem die Do-It-Yourself-Methode ist unter Fans sehr beliebt, obwohl viele von ihnen den Umgang mit Nadel und Faden erst erlernen mussten. Stattdessen kamen viele durch das Secondhand-Shopping auf den Trend.Denn bevor auf TikTok Cottagecore, der Creative Learning Fund oder Upcycling trendeten, gab es die Secondhand-Hauls. (Der Hashtag thrift hat dabei übrigens schon über eine Milliarde Views.) Und gerade für die Gen Z hat Secondhand schon immer einen bedeutenden Teil der eigenen Garderobe ausgemacht. Einige erzählten mir, vor allem die Einzigartigkeit der Kleiderstücke habe sie dazu gebracht; andere wiederum erfreuten sich hauptsächlich an den niedrigeren Preisen. Den meisten ging es aber bei ihren Besuchen bei Humana, Oxfam und Co. tatsächlich um Nachhaltigkeit. „Wir müssen weniger Kleidung herstellen und die nutzen, die bereits im Umlauf ist“, sagt Fulop. „Dadurch sparen wir Wasser und Erdöl und verringern die Umweltverschmutzung durch Mikroplastik, Pestizide, Färbemittel und Transportwege.“ Der Kauf von Secondhand-Mode ist dafür eine der leichtesten und kosteneffizientesten Methoden.Estella Struck ist in ihrem zweiten Unijahr und Umweltaktivistin. Zu Beginn des Lockdowns informierte sie sich über die umweltschädlichen Schattenseiten der Modebranche. Sie beschloss, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und gründete die nachhaltige Marke Ethica Clothing. Darüber sammelt Struck gebrauchte Kleidungsstücke, die ansonsten im Müll gelandet wären und verkauft sie für unter zehn Dollar weiter. Außerdem teilt sie ihr Wissen rund um die Klimakrise mit ihren Kund*innen. „Ich wollte den Menschen eine einfache, nicht zeitraubende Methode des Secondhand-Stöberns bieten“, schreibt Struck auf ihrer Website.> @ethica.clothing> > Also taking shorter showers!! Do what you can to help the planet😘🤍 ecofriendly environment sustainability ethicalfashion sustainableliving> > ♬ Paradise – IksonAuf TikTok gewann sie schnell viele Follower (heute sind es über 188.000), weswegen sie den Kanal Instagram und Facebook vorzieht. „Auf TikTok hast du viele Möglichkeiten, deine Message umsonst mit vielen Menschen zu teilen“, erzählt sie Refinery29. „So erreichte mein Video dazu, was Ethica eigentlich ist, in fünf Stunden eine Million Leute.“ Abgesehen von Videos zu ihren neuesten Klamotten-Drops nutzt Struck ihre TikTok-Seite auch, um ihre Follower*innen zum Wählen zu ermutigen und Informationen über das Korallensterben sowie die Wasserknappheit zu verbreiten. „Dadurch kann ich nicht nur mein Geschäft vermarkten, sondern auch neuen Leuten die Nachhaltigkeit etwas näherbringen und sie darüber aufklären, warum wir uns wirklich umsehen und auf eine umweltfreundlichere Zukunft besinnen sollten“, sagt Struck. „Ich habe das Gefühl, viele Menschen haben bei den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz erstmal das Bild von echten ‚Ökos‘ im Kopf. Dieser Lifestyle ist aber für die wenigsten Leute was. Daher sind sie vom nachhaltigen Leben eben erstmal abgeschreckt“, mutmaßt sie. Für sie ist TikTok eine Möglichkeit, jungen Menschen zu demonstrieren, dass jede*r dabei helfen kann, die Zukunft sicherer und umweltfreundlicher zu gestalten.In den USA wurde die drohende Download-Sperre der TikTok-App gerichtlich erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben. Trotzdem fürchten sich viele Gen-Z-Content-Creators davor. „Ich habe 55.000 Follower, die mir folgen, um etwas über Umweltthemen zu lernen“, sagt McSherry. „Und in diesem Land haben wir einfach keine richtige Schulbildung in dieser Richtung. Ich lernte erst an der Uni [mehr über die Umwelt].“Dabei ist es auch nicht damit getan, auf andere Social-Media-Apps auszuweichen, sollte das Verbot doch noch in Kraft treten. „Andere Plattformen haben eben weder die Reichweite noch die Möglichkeit, allen User*innen zu ermöglichen, ihre Message mit Millionen von Menschen zu teilen – egal, wie viele Follower sie haben“, fürchtet McSherry. „Informationen werden dort einfach anders verbreitet. Daher ist TikTok so wichtig und wertvoll.“ Wenn wir allerdings etwas aus Trumps mangelnder Sorge um die kalifornischen Waldbrände gelernt haben, dann ist es: Die Klimakrise ist ihm relativ egal, ebenso wie auch die Bedeutung von TikTok für die Umweltschutzbewegung – oder die Bildung junger Menschen über das Thema.Like what you see? How about some more R29 goodness, right here?Die Erde stirbt – sollten wir noch Kinder kriegen?Wieso auch Naturkosmetik der Umwelt schadetSo schadet Millennial-Wellness ganzen Communitys

  • Refinery 29

    Kinderwunsch vs. Klimawandel: Sollte ich wirklich Kinder in diese Welt setzen?

    Es wird Zeit, aufzuwachen: Am globalen Klimastreik-Tag widmet sich die VICE Media Group ausschließlich der aktuellen Klimakrise. Klicke hier, um junge Klima-Wortführer*innen aus aller Welt kennenzulernen und zu erfahren, wie du selbst etwas bewirken kannst.Es war ein Artikel der New York Times im Jahr 2018, der Allie Seroussis Leben für immer auf den Kopf stellen sollte. Er trägt den Titel Wie wir die Erde verlieren: Das Jahrzehnt, als wir den Klimawandel beinahe gestoppt hätten und erzählt die Geschichte einer kleinen Gruppe Wissenschaftler*innen, die zwischen 1979 und 1989 erkannten, wie schlimm es schon damals um unser Klima stand. Der Artikel machte Seroussi Angst; er verstörte sie sogar. So sehr, dass sie beschloss, selbst nie ein Kind in diese Welt setzen zu wollen.In dem Artikel geht es dabei gar nicht um das Elternsein an sich. Doch zeichnet er ein finsteres Bild unserer Zukunft, wenn wir so weitermachen wie gehabt. Diese Kristallkugel prophezeit uns Hungersnöte, Kriege, Umweltkatastrophen.„Das war ein riesiger Schock. Davor hatte ich keine Ahnung, wie schlimm es um uns steht“, erzählt die 28-Jährige gegenüber Refinery29 am Telefon. Sie hatte schon immer Mutter werden und ihren Kindern ihr eigenes Umweltbewusstsein vermitteln wollen, sagt sie. „Nachdem ich mich dann aber selbst mit dem Thema auseinandergesetzt hatte, begriff ich irgendwann: Wow, meine Kinder werden nie in einer beständigen, gesunden Umwelt aufwachsen können.“Mit diesen Sorgen ist Seroussi nicht allein: Laut einer Umfrage von Business Insider betrachtet jede*r dritte Amerikaner*in zwischen 18 und 29 Jahren den Klimawandel als entscheidenden Faktor beim Kinderwunsch. Auch Seroussi wog Pro und Contra ab – und entschied sich zugunsten ihres Gewissens: Sie konnte nicht verantworten, ein Kind in eine Welt zu bringen, die kurz vor der Umweltkatastrophe steht. Vielleicht nimmt sie aber eines Tages ein Pflegekind auf; das möchte sie nicht ausschließen. Keya Chatterjee stand vor derselben Entscheidung; sie bekam jedoch ein Kind. Heute erinnert sie sich daran, wie sie, schwanger mit ihrem heutigen Fünftklässler, 2010 in einem Wissenschaftsmagazin blätterte: „Da standen all diese Voraussagen für 2050 – Lebensmittelmangel, katastrophale Waldbrände, monsunartige Regenfälle und Überflutungen“, erzählt sie. „Im Jahr 2010 las ich also diese Prophezeiungen über 2050. Ich war zu dem Zeitpunkt schwanger. Und plötzlich wurde mir klar: Mit 40 Jahren würde das die Realität meines Kindes sein.“Dabei war Chatterjee schon vor ihrer Schwangerschaft Klimaaktivistin gewesen. Um ihren CO₂-Fußabdruck zu reduzieren, besaß sie weder einen Kühlschrank noch ein Auto; außerdem setzte sie sich öffentlich für die Umwelt ein. Als sie das Magazin las, vervielfachte sich ihr Engagement für das Klima aber nochmal. „Irgendetwas veränderte sich dabei in mir. Es traf mich einfach völlig anders“, erklärt sie. „Als Mensch auf diesem Planeten ist es meine Aufgabe, wenn nicht sogar mein Lebenssinn, etwas dagegen zu unternehmen. Und das können wir.“ Ihre Angst um die Zukunft ihres Kindes setzte Chatterjee in die Tat um. Heute ist sie die Leiterin des U.S. Climate Action Network und Autorin von The Zero Footprint Baby: How to Save the Planet While Raising a Healthy Baby (Das Baby ohne CO₂-Fußabdruck: Wie du den Planeten rettest und gleichzeitig ein gesundes Kind aufziehst).DashDividers_1_500x100Kinderwunsch und Klimakrise sind aber abgesehen von der zukünftigen Sicherheitsfrage dieser Kinder auch auf andere Weise miteinander verwoben: Ist womöglich das Kinderkriegen an sich inzwischen unethisch, da auch ein Kind selbst dem Planet schaden könnte? Dafür gibt es tatsächlich Indizien. 2017 wurde im Magazin Environmental Research Letters eine Studie veröffentlicht, laut der wir der Natur damit den größten Gefallen täten, ein Kind weniger zu bekommen. Ein Kind statt zwei würde die CO₂-Bilanz eines Elternteils in jedem Lebensjahr um 58 Tonnen Kohlendioxid verringern. Auf diese Zahl kamen die Forscher*innen, indem sie die Emissionen des Kindes und all seiner Nachfahren durch die Lebensspanne des Elternteils teilten. Der britische Guardianbeschrieb das folgendermaßen: „Jedem Elternteil wurden 50 Prozent der Emissionen des Kindes zugeteilt, 25 Prozent der ihrer Enkelkinder, und so weiter.“ Und auch eine Studie der Oregon State University kam zu ähnlichen Ergebnissen: Jedes Kind, so die Studie, würde den CO₂-Fußabdruck der Eltern um exakt 9.441 Tonnen steigern.Studien wie diese haben Dutzende Artikel hervorgebracht, die sich damit befassen, welchen Einfluss eine einzelne Person eben doch auf die Gesundheit unseres haben kann. Und obwohl sie für ihre Erkenntnisse viel Kritik bekamen, bleiben die Wissenschaftler*innen standhaft. „Es ist eine riesige Entscheidung, ein Kind in die Welt zu setzen. Um das zu wissen, brauchst du keine Forscher*innen“, findet Dr. Kimberly Nicholas, Professorin für Nachhaltigkeitsforschung am schwedischen Lund University Centre for Sustainability Studies. Sie hat die Studie mitverfasst. „Unsere Ergebnisse haben gezeigt, dass [die Fortpflanzung] zur Umweltverschmutzung beiträgt. Wenn du also einen neuen Menschen auf die Welt bringst, der genauso lebt und konsumiert wie wir heute, vergrößerst du dadurch deinen eigenen CO₂-Fußabdruck und sorgst für neue Umweltverschmutzung.“ Natürlich sind manche der Meinung, man könne sich ja auch für ein Kind entscheiden und gleichzeitig den Konsum der eigenen Familie einschränken. Das sollte theoretisch für eine bessere CO₂-Bilanz sorgen – findet auch Chatterjee. „Wenn ich schon ein Kind bekam – und das tat ich ja –, war es mir extrem wichtig, dadurch nicht zur Klimakrise beizutragen“, betont sie gegenüber Refinery29. „Du hast selten die Chance, wirklich gute Entscheidungen zu treffen, da dich die Gesellschaft häufig zu schlechten Entscheidungen zwingt“, gibt sie zu. „Aber du kannst die Konsequenzen deines Kinderwunsches beeinflussen, indem du dich engagierst und einsetzt.“Nicholas erinnert auch an eine andere Tatsache: Inzwischen ist dieser Teil der Debatte eigentlich ohnehin überflüssig. „Die heutige Bevölkerung wird, dank des momentanen Verbrauchs fossiler Brennstoffe, ihre restliche Kohlenstoffbilanz in weniger als zehn Jahren aufgebraucht haben“, sagt sie. „Du rettest also nicht den Planeten, indem du dich gegen Kinder entscheidest.“ Und tatsächlich haben wir schon in den letzten paar Jahren die ersten der Konsequenzen miterleben dürfen, von denen Chatterjee damals las: Waldbrände mit nie da gewesenen Ausmaßen, zerstörerische Hurricanes.„Wir haben wirklich nicht viel Zeit“, warnt sie. „Wir haben nur noch bis 2030, um das Klima zu stabilisieren, bevor es sich um mehr als 1,5 Grad erwärmt. Und wie wir wissen, ist das entscheidend für die Menschheit und generell sämtliches Leben auf diesem Planeten.“ Um das zu erreichen, müssen wir die Umweltverschmutzung – insbesondere durch Kohlendioxid – bis 2030 ungefähr halbieren, erklärt sie. In dieser Zeitspanne hilft es uns da nicht, auf Kinder zu verzichten. Stattdessen sollten wir uns um einen reduzierten Konsum, eine Abkehr von fossilen Brennstoffen und eine neue Beziehung zur Landwirtschaft bemühen. „Wir brauchen Politiker*innen, die den Ernst der Klima-Lage verstehen und aktiv etwas dagegen unternehmen wollen“, findet Nicholas. „Aber genauso sind wir auf die Menschen angewiesen, die uns vormachen, dass es auch besser geht.“DashDividers_1_500x100Ist es also während des aktuellen Klima-Notfalls überhaupt ethisch vertretbar, Kinder zu bekommen? Letztlich ist die Antwort auf diese Frage etwas ganz Persönliches. Dennoch ist es beachtlich, wie viele Menschen sie sich inzwischen überhaupt stellen.„Es steht sogar in einer Deklaration der UN, dass Eltern frei über die Anzahl und den Altersunterschied ihrer Kinder entscheiden dürfen. Das ist zwar kein garantiertes Recht und wird auch nicht immer so umgesetzt; es ist aber trotzdem eine grundlegende und wichtige Entscheidung“, meint Nicholas.Diese Entscheidung ist meist ein Privileg. Sich für oder gegen Kinder zu entscheiden, hängt nämlich auch von Faktoren wie wirtschaftlicher Sicherheit oder dem Zugang zu Verhütungsmitteln, Abtreibungsmöglichkeiten und einem entsprechenden Gesundheitswesen ab. All das ist weltweit nicht allen gegeben. Noch dazu steckten historisch hinter antinatalistischen Bewegungen meist rassistische oder klassendiskriminierende Motive.Natürlich sollte sich jede*r der Klimakrise bewusst sein. Denkst du über Kinder nach, ist es ganz verständlich, dass du dich vielleicht fragst: In was für einer Welt würde mein Kind aufwachsen? Die demokratische US-Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez fasste das Dilemma im vergangenen Jahr in einem Instagram-Livestream zusammen: „Die Wissenschaft ist sich quasi einig: Kinder werden es später schwer haben. Und das führt meiner Meinung nach dazu, dass sich junge Leute jetzt eine berechtigte Frage stellen: Ist es noch okay, Kinder zu bekommen?“Manche Menschen, wie Chatterjee, beantworten diese Frage für sich vielleicht mit Ja und motivieren sich dadurch zum Engagement für den Umweltschutz. Andere, wie Seroussi, entscheiden sich womöglich dagegen und eventuell für Adoption oder Pflegekinder. Andere wiederum beschließen vielleicht, weniger Kinder zu bekommen, als sie ursprünglich geplant hatten. Die Argumente für oder gegen jede dieser Strategien sind vielseitig und komplex. Fakt ist allerdings: Dass sich Erwachsene aufgrund unserer Klima-Realität in ihrer Familienplanung beeinflussen lassen, zeigt umso mehr, wie ernst die Lage wirklich ist – und wie dringend wir etwas unternehmen müssen. „Das ist ein Warnsignal“, sagt Dr. Rebecca Bromley-Trujillo, die an der  amerikanischen Christopher Newport University Politikwissenschaften und Umweltpolitik unterrichtet. „Manche Altersklassen sehen sich quasi kurz vor dem Weltuntergang und haben das Gefühl, sehr wenig Zeit zu haben. Das sorgt für schreckliche Verzweiflung. Allein die Tatsache, dass wir darüber sprechen, ob wir überhaupt noch Kinder bekommen sollten, ist ein Beweis für den Ernst der Lage – und dafür, welche Sorgen das in uns auslöst.“ Laut Bromley-Trujillo ist diese Debatte zur Ethik des Kinderkriegens dabei nichts Neues; wir führen sie schon seit rund 50 Jahren immer wieder. „Letzten Endes ist der Kinderwunsch immer eine persönliche Entscheidung. Viele junge Menschen beschließen vor allem heutzutage, aufgrund des Klimawandels keine oder zumindest weniger Kinder zu bekommen. Ich kann das nachvollziehen“, sagt sie. „Ihr Argument ist völlig rational – denn natürlich steigern Kinder den Kohlendioxid-Ausstoß. Ich finde aber, es gibt wichtigere Punkte, an denen wir ansetzen sollten.“ Und das bringt uns zur Wahl.Aktuell ist die Wahl der richtigen Parteien mitunter das Größte, was du persönlich im Kampf gegen den Klimawandel unternehmen kannst. Stimme für Parteien, die begreifen, in welcher Notlage sich unsere Umwelt befindet – und die einen Plan haben, dagegen vorzugehen. Das zieht sich von der lokalen Politik hoch in die nationale.Dabei solltest du natürlich auch deine eigene CO₂-Bilanz im Auge haben und auf einen umweltfreundlichen Lifestyle achten, sagen Chatterjee und Nicholas. Bromley-Trujillo warnt allerdings davor, uns zu sehr in der Debatte um individuelle Verantwortung zu verzetteln. „Wir diskutieren [in Sachen Umweltschutz] über Hamburger und SUVs. Diese Themen sind natürlich wichtig, aber wir sollten größer ansetzen: Bei der Elektrizität an sich, dem Verkehrswesen an sich. Das ist deutlich effektiver“, erklärt sie. „Wenn wir unsere Emissionen reduzieren wollen, sollten wir uns dabei auf grüne Elektrizität und große Firmen konzentrieren. Würden wir da etwas im großen Stil ändern und vielleicht sogar Gesetze schreiben, die grüne Energie voraussetzen, könnte das wirklich einen Unterschied machen.“Nicholas betont erneut: „Du wirst nicht den Planeten retten, indem du kein Kind bekommst. Stattdessen müssen wir endlich auf fossile Brennstoffe verzichten.“ Und dazu brauchen wir mehr als das Engagement jedes und jeder Einzelnen – nämlich die Hilfe großer Firmen und Regierungen.Like what you see? How about some more R29 goodness, right here?So schadet Millennial-Wellness ganzen CommunitysWieso auch Naturkosmetik der Umwelt schadetIch will kein Baby – wegen eurer Horrorgeschichten

  • dpa

    Klimawandel: Prinz Charles fordert Taten statt Worte

    Seit Jahrzehnten engagiert sich Prinz Charles für den Umweltschutz. In einer Videobotschaft fand der britische Thronfolger jetzt deutliche Worte.Seit Jahrzehnten engagiert sich Prinz Charles fur den Umweltschutz. In einer Videobotschaft fand der britische Thronfolger jetzt deutliche Worte.

  • BTC Echo

    Blockchain – Chancen für den Umweltschutz

    Blockchain ist eine Schlüsseltechnologie auf dem langen Weg der Energiewende. Welchen Beitrag DLT schon jetzt im Energiesektor leistet. Ein Gastbeitrag von Reiner Schmidt: Heute Rentner, Künstler und Hobby-Astrologe möchte der gelernte Bankkaufmann, Alt-Hippie, Globetrotter und langjährige Qualitätsmanager einen ganz anderen, ungewohnten Blick auf Krypto, Blockchain und die neue Zeit werfen.Wie jede Technologie kann die Blockchain für unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden. Prinzipiell kann die Blockchain-Technologie durch die sichere und permanente Aufzeichnung von ständig abrufbaren Daten z.B. den Papierverbrauch enorm senken. Darüber hinaus ist es auffällig, dass es viele Geschäftsmodelle gibt, die soziale und ökologische Probleme mit SDGs (Sustainable Development Goals) direkt angehen.Durch ihre Eigenschaft, Daten unveränderlich aufzuzeichnen, hat die Blockchain für den Umweltschutz ein besonders großes Potenzial. Aktuell wird sie bereits genutzt, um Daten über die natürliche Umwelt aufzuzeichnen und Veränderungen in Ökosystemen zu erfassen und die Nachhaltigkeit zu steigern. Im Handel gibt es unter anderem Anwendungen, die verantwortungsvoll gefangenen Fisch nachverfolgbar machen und Öko-Zertifizierungen nachweisen. Klimasünder oder Beitrag zur Nachhaltigkeit?Blockchain wird oft als Klimasünder bezeichnet, da die Technologie derzeit große Mengen an Energie verbraucht. Das stimmt auch, aber es gibt bereits verschiedene Lösungsansätze für dieses Problem.Andererseits kann Blockchain aber auch einen erheblichen Beitrag zur Energiewende leisten. So hat zum Beispiel der Automobilhersteller Daimler ein Pilotprojekt gestartet, das umweltfreundliches Fahrverhalten auf einer Blockchain aufzeichnet und durch eine Krypto-Währung belohnt.Außerdem lassen sich zum Beispiel Energiezertifikate auf der Blockchain speichern, sodass Konsumenten jederzeit die Stromquellen nachvollziehen können. Langfristig ist sogar eine dezentraler Peer-to-Peer Energiemarkt vorstellbar, auf dem private Stromerzeuger Ökostrom direkt an den Verbraucher weiterleiten könnten, ohne dafür den Umweg über Energiekonzerne gehen zu müssen. Die Blockchain hat ungeahntes Umweltschutz-PotenzialViele Blockchain-Unternehmen haben ihrer Vision einen wirkungsvollen Ansatz hinzugefügt. Dabei haben sie den Blockchain-Prozess mit einem positiven Anreiz kombiniert, die Welt um uns herum zu verbessern. Mit diesem Ansatz können sich diese Blockchain-Unternehmen eher auf Umweltauswirkungen als auf einen rein monetären Schwerpunkt konzentrieren.Einige Unternehmen verwenden beispielsweise Blockchain und Kryptowährung, um dynamisch auf die Umwelt einzuwirken. Ein Modell für diesen dynamischen Einfluss ist die Poseidon Foundation. Selbige bekämpft den Klimawandel durch die Einbeziehung sogenannter Emissionsgutschriften. Dies alles wird durch die Blockchain-Plattform Reduce implementiert. Reduce analysiert den CO2-Fußabdruck eines Produkts und gibt ihm einen relativen CO2-Kreditwert. Die Endkosten des Produkts beinhalten dann diesen CO2-Kreditwert. Diese höheren Kosten tragen dazu bei, Kunden von Produkten mit höheren Umweltkosten vom Kauf abzuhalten. Die Poseidon Foundation behauptet, dass Blockchain in diesem Prozess von entscheidender Bedeutung war, da sie es ihnen ermöglicht hat, effizient öffentliche, unveränderliche Aufzeichnungen über jeden CO2-Kredit zu erstellen und gleichzeitig die Implementierung in Einzelhandelssystemen auf der ganzen Welt zu vereinfachen. BitSeeds weist den WegEin weiteres umweltbewusstes Blockchain-Unternehmen ist BitSeeds. BitSeeds ist eine Blockchain-Lösung zur Bekämpfung der Entwaldung, worüber jede Kryptowährung frei ausgegeben werden kann. BitSeeds wirkt sich jedoch auf die Umwelt aus, indem es sich verpflichtet, für jedes auf seiner Plattform erstellte BitSeed einen Baum zu pflanzen. Mit diesem Versprechen verspricht BitSeeds, über 1 Milliarde Bäume zu pflanzen, um die Hälfte aller Regenwälder zu erhalten und wieder aufzubauen. BitSeeds hofft, mit dieser Initiative umweltorientierte Menschen zu ermutigen, ihre Plattform zu nutzen und sich ihrem Kampf gegen die Entwaldung anzuschließen.Ein weiteres gutes Beispiel ist Oxyn. Oxyn hilft Umweltorganisationen, indem es über seine Plattform Mittel bereitstellt. Für jede Transaktion, die stattfindet, gibt Oxyn 0,5 Prozent an Umweltorganisationen, die sie als Green Fighters bezeichnen. Oxyn zielt darauf ab, Umweltprojekte mit großen potenziellen Auswirkungen in unserer Welt zu unterstützen. Dezentrales und nachhaltiges RessourcenmanagementBlockchain kann den Übergang zu dezentralen, sauberen und ressourcenschonenden Energie– und Wassersystemen in großem Maßstab unterstützen. Plattformen könnten verteilte Daten zu diesen Ressourcen sammeln (z. B. Wasser- und Energiedaten auf Haushaltsebene, die mit intelligenten Sensoren erfasst wurden). Dies ist ein Grundpfeiler, da Entscheidungsträger in den Systemen – sowohl zentralisierte Behörden als auch Benutzer auf Einzelhandelsebene häufig Entscheidungen basierend auf wenigen Informationen treffen. Blockchain-basierte Plattformen könnten dies überwinden und fundiertere Entscheidungen und sogar dezentrale Entscheidungen über die Verwaltung dieser Ressourcen ermöglichen. Dies könnte die Rückverfolgbarkeit und Überprüfung erneuerbarer Energiequellen, den Peer-to-Peer-Handel, dynamische Preise und ein besseres Gleichgewicht auf der Nachfrageseite umfassen. Blockchain und die LieferkettenEin großes Potenzial für den Umweltschutz haben Blockchain-Anwendungen, die die Nachvollziehbarkeit von Lieferketten verbessern: Woher kommt mein Fisch, wurde mein Holz unter nachhaltigen Kriterien produziert, stammt mein Obst wirklich aus regionalem Anbau? Ein wichtiger Grund für die Umweltkrisen liegt auch im fehlenden Vertrauen zwischen den Akteuren einer globalisierten Welt, in der Konsumenten und Erzeuger eine immer größer werdende Distanz voneinander haben. Diese Distanz fördert Betrugsrisiken und Intransparenz. Und je mehr Zwischenstationen ein Konsumgut durchläuft, desto größer werden die Risiken. Die Blockchain kann hier einen enormen Beitrag leisten, in dem sie verlorengegangenes Vertrauen wieder herstellt. In der Blockchain sorgt der Algorithmus dafür, dass alle Transaktionen verifiziert werden und im Nachhinein nicht mehr verändert werden können.Das internationale Waldzertifizierungssystem PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes), das nach eigenen Angaben weltweit 265 Millionen Hektar Wald zertifiziert, hat in einem Pilotprojekt die Blockchain als Alternative untersucht, um den Weg des Holzes vom Rohstoff bis zum gebrauchsfertigen Endprodukt verfolgen zu können. Vom Fangnetz auf den TellerIn einer weiteren Pilotanwendung wird die Blockchain genutzt, um den Weg vom Thunfisch, seinen Fanggebieten vor Indonesien bis zum heimischen Verbraucher genau zu dokumentieren. Dazu senden registrierte Fischer eine einfache SMS, um ihren Fang zu registrieren und gleichzeitig einen digitalen Wert in der Blockchain zu erzeugen. Jede Transaktion in der Lieferkette von einem Akteur zum nächsten erzeugt einen unveränderbaren Eintrag in der Blockchain, wodurch sich der Weg vom Fischer bis zum Endkunden später zweifelsfrei zurückverfolgen lässt. Die Überwachung der Lieferkette ermöglicht es, minderwertige Produkte früher zu identifizieren. Das Ausmaß der Neuproduktion und Rückrufe lässt sich so reduzieren. Das hat einen positiven Effekt auf die CO2-Bilanz und andere Ressourcen. Fälschungsschutz mit einer ökologischen und ethischen KomponenteEin weiteres wichtiges Thema ist Fälschungsschutz. Produktfälschungen sind oft sehr stark schadstoffbelastet und stellen deshalb eine Gefahr für die Umwelt dar. Der Fälschungsschutz und die Nachverfolgung der Produktion hat neben der ökologischen auch eine ethische Komponente. Vom Verbraucherschutz einmal abgesehen, kann die Blockchain die Produktionsbedingungen von Waren sicherstellen. Nicht nur im Fair-Trade-Warensegment etablieren sich diese Lösungen nach und nach und gewährleisten menschenrechtskonforme und faire Arbeitsbedingungen. Source: BTC-ECHODer Beitrag Blockchain – Chancen für den Umweltschutz erschien zuerst auf BTC-ECHO.

  • AFP

    Umfassende Änderungen im Abfallrecht sollen Ressourcen und Umwelt schützen

    Mehr Herstellerverantwortung und weniger Plastikmüll: Der Bundestag hat sich am Donnerstag mit mehreren Änderungen im Abfallrecht befasst, die zu Ressourcen- und Umweltschutz beitragen sollen. Die Abgeordneten brachten unter anderem das von der EU vorgeschriebene Verbot von Einwegplastik auf den Weg. Die Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes zielt darauf ab, die öffentliche Hand zum Vorreiter beim Recycling zu machen.

  • Sport1

    Formel-E-Boss verrät: So lockte ich Hamilton in die Extreme E

    Diese Nachricht hat die Motorsport-Welt bewegt: Lewis Hamilton wird Teamchef! Der Schumacher-Rekordjäger der Formel 1 gründet ein eigenes Rennteam.Möglich macht’s eine extreme Rennserie. Die Extreme E. Das ist das neue Baby von Formel-E-Boss Alejandro Agag. Ab Januar 2021 fährt die Serie an fünf extremen Orten der Erde: in den arktischen Eiswüsten, am indischen Ozean, in der Wüste der Sahara, im Himalaya und im Regenwald. Im Einsatz sind rund 550 PS starke Elektro-SUVs.Es ist ein Rennen für die Natur. Und Lewis Hamilton ist mit seinem eigenen Team X44 dabei - nicht als Fahrer, aber als Teambesitzer. "Ich frage Lewis schon seit Jahren, ob er bei mir mitmachen will", verrät Agag SPORT1. "Auch wegen der Formel E. Aber erstmals richtig hingehört hat er, als ich ihm von der Extreme E erzählt habe."Denn die Serie zeigt die Orte nicht nur, die besonders vom Klimawandel betroffen sind. Sie hilft den Regionen gezielt beim Kampf gegen die Zerstörung. Agag: "Besonders interessiert ist Lewis an unserem Vermächtnis-Programm. Denn damit tun wir aktiv etwas für die Umwelt. Wir fahren im Regenwald, pflanzen danach 200 Hektar Wald. Wir fahren am Strand, säubern ihn danach von Plastik. Viele reden nur über die Umweltzerstörung, wir tun etwas dagegen. Das mag Lewis."Mit seinem eigenen Team kann er seinen Kampf für den Umweltschutz und seine Leidenschaft für den Motorsport verbinden. "Ein Beispiel ist Grönland", erzählt Agag. "Ich war nun schon oft da - und jedes Mal werden die Bäche voll Wasser größer. Die Gletscher schmelzen und man kann dabei zusehen. Mit unserem Sport können wir darauf aufmerksam machen. Und das ist auch der einzige Grund, warum Lewis dabei ist."Alles zur Formel 1 und zum Motorsport-Wochenende im AvD Motorsport Magazin wöchentlich im TV auf SPORT1 und LIVESTREAMNicht ganz. Denn die Extreme E hat Hamilton auch mit ihrem sportlichen Format überzeugt. Hintergrund: Ein Auto wird jeweils von einem Mann und einer Frau pilotiert. "Lewis kämpft für Vielfalt und Gleichberechtigung. Wir tun das auch, indem unsere Teams aus einem Mann und einer Frau bestehen. Jeder fährt eine Runde, also beide gleich wichtig für den Sieg", erklärt Agag. Ekström fährt für Abt-TeamDie Rennen gleichen einem Turnier. Pro Team ist ein Auto erlaubt. Dann wird Mann gegen Mann und Frau gegen Frau auf einem rund zehn Kilometer langen Kurs gefahren. Der Schnellste kommt jeweils weiter.Acht Teams sind bislang gemeldet. Als erster Hersteller ist die Seat-Tochter Cupra beim Abt-Team an Bord. Der männliche Fahrer des deutschen Teams steht auch schon fest. Es ist DTM-Legende Mattias Ekström (42). Er sagt: "Vor 20 Jahren war die DTM eine große Herausforderung, die wir gemeinsam gemeistert haben. Jetzt ist es höchste Zeit für ein neues Abenteuer. Ich finde das Konzept genial."Genau wie Lewis Hamilton.

  • AFP

    Frankreich stellt Corona-Paket in Milliardenhöhe vor

    Gegen den Wirtschaftseinbruch infolge der Corona-Pandemie stellt Frankreich am Donnerstag ein Hilfspaket in Höhe von 100 Milliarden Euro vor. Damit will die Regierung in Paris vor allem die sprunghaft gestiegene Arbeitslosigkeit bekämpfen. Das Paket umfasst nach den Worten von Premierminister Jean Castex zudem Anreize für die Industrie, den Umweltschutz und besonders betroffene Branchen wie den Tourismus.

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